Wie von Behörden und Institutionen bereits vor Monaten befürchtet und prognostiziert, wird das Wasser in Pattaya langsam knapp.

Da die diesjährige Regenzeit im Einzugsbereich des städtischen Wasserreservoirs Mabprachan und dem Bang Phra Stausee, vergleichsweise trocken ausfiel, sind beide auf ein kritisches Niveau gesunken.

Anstatt der 8,8 Millionen Kubikmeter, die letztes Jahr in Mabprachan zur Verfügung standen, sind es dieses Jahr gerade einmal 5 Millionen.

Der tägliche Verbrauch Pattayas liegt bei über 220.000 Kubikmetern Wasser, so dass die Planungen, um die Wasserversorgung auch in der Trockenzeit sicherzustellen, bereits angelaufen sind. Alternative Bezugsquellen könnten das Mappraporn-Wasserreservoir in Rayong und der Marpwaisom-Kanal in Banglamung sein, wobei auch hier historische Wasser-Tiefstände zu verzeichnen sind.

Sollten in den nächsten Wochen die Niederschläge im Einzugsbereich der Dämme nicht eklatant zunehmen, sind auch Maßnahmen den Wasserverbrauch in Pattaya einzuschränken angedacht.

Thailand kämpft seit Jahren mit der Tatsache, dass der Verbrauch in der Trockenzeit immens angestiegen ist. Tourismus, Intensivierung der Landwirtschaft und fortschreitende Industrialisierung, sowie die Abholzung der Regenwälder sind hier als Hauptfaktoren auszumachen.

Auf der anderen Seite kommt es in der Regenzeit regelmäßig zu großen Überschwemmungen. Es gilt also die Dämme einerseits nicht zu sehr zu füllen, um die Regenmassen aufnehmen zu können, anderseits aber genügend Wasser für die Trockenzeit zu speichern. Das gelingt leider bisher nur unzureichend.