Das im vergangen November, mit Unterstüzung der deutschen Bundesregierung, installierte Tsunami-Frühwarnsystem, löste nach einem Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra Alarm aus.

 

Das Meteorologische Amt Indonesiens lies verlauten, dass ein starkes Erdbeben den Westen Indonesiens getroffen habe. Mit einer maximalen Stärke von 7.9 traf es vor allem die Küste Sumatras. Sogar in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens, einige 100 Kilometer enfernt vom Epizentrum, konnte man das Beben in den höheren Gebäuden wahrnehmen. In Padang, nur knapp 50 km vom Zentrum des Bebens entfernt, liefen die Bewohner in Panik aus ihren Häusern und sogar in den benachbarten Staaten Singapur und Malaysia konnte man die Erschütterungen spüren. Kurz darauf wurden für Thailand, Indien, Malaysia und Indonesien Tsunami-Warnungen herausgegeben.

 

Der Tsunami 2004 kostet damals 8000 Menschen in Thailand das Leben. Ingesamt kamen bei diesem Unglück 230.000 Menschen ums Leben und ca. 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Der Auslöser war ebenfalls ein Erdbeben, allerdings mit einer Stärke von 9,1, vor der Küste Sumatras. Die Wassermassen drangen in vielen der zwölf betroffenen Ländern bis weit ins Landesinnere vor.

 

Inzwischen wurde die Tsunami-Warnung zwar wieder aufgehoben, allerdings stürzten zwischenzeitlich einige hundert Gebäube in Padang ein. Darunter auch zwei Krankenhäuser die dringend zur Versorgung der Verletzten benötigt würde. In der 900.000 Einwohner zählenden Stadt werden tausende Verletzte und hunderte Tote vermutet. Bisher wurden 75 Tote bestätigt. Vizepräsident Jusuf Kalla rechnet ebenfalls mit einer steigenden Zahl, zudem in weiten Teilen der Stadt die Stromversorgung ausgefallen ist und schlechtes Wetter die Rettungsarbeiten behindert.