Thailands Premierminister Abhisit Vejjajiva lehnte die Beantwortung jeglicher Fragen, betreffend der Auslieferung des russischen Waffenhändlers Viktor Bout, kategorisch ab. Zu Russlands Kritik an Thailand, nach bekanntwerden der Entscheidung des thailändischen Berufungsgerichtes, zur Auslieferung des umstrittenen Waffenschmugglers an die Vereinigten Staaten, wollte Abhisit gegenüber der Presse keine Stellungnahme abgeben.

 

Generalsekretär der Demokraten, Suthep Thuagsuban, sagte die Auslieferung an die US-Regierung stehe in keinem Widerspruch zu der thailändischen Gesetzgebung und das dafür zuständige Berufungsgericht hat sich bei seiner Entscheidung, bezüglich bestehender UN-Sanktionen gegen Waffenverkäufe durch Nordkorea, in die Viktor Bout involtviert war, streng an die gesetzlichen Bestimmungen Thailands gehalten.

 

Die kontinuierliche Missachtung von UN Waffen-Sanktionen, seitdem Zusammenbruch der UdSSR, beginnend in afrikanischen Staaten wie Angola, Liberien, Sierra Leone und der Demokratische Republik Kongo, brachten Viktor Bout im Laufe seiner zweifelhaften Karriere als Waffenschmuggler den Nicknamen "Sanctions Buster" ein.

 

Sachverhalt wurde den Vereinigten Staaten und Russland ausführlich dargelegt

 

Thuagsuban unterstützt damit Bouts Auslieferung an die Regierung der Vereinigten Staaten und führte in Bezug auf die Kritik Russlands weiter aus, dass man diesen Sachverhalt bereits den dafür zuständigen Regierungsvertretern der Amerikaner, wie auch den russischen Behörden ausführlich dargelegt hat. Anfragen von Medienmitarbeitern an den Premierminister Abhisit Vejjajiva blieben weiterhin unbeantwortet nd lehnte dieser entschieden ab.

 

Auslieferungsverfahren in Übereinstimmung mit völkerrechtlichen Gesetzgebungen

 

Surin Satheanramart, stellvertretender Direktor der Strafvollzugsbehörde Thailands äußerte sich ebenfalls und sagte, dass Auslieferungsverfahren für Viktor Bout sei absolut legal und hielte sich strikt an die internationalen völkerrechtlichen Gesetzgebungen.

 

Desweiteren glaube er nicht, dass es Bouts Anwalt gelingen wird rechtliche Schritte gegen Personen, die sich mit diesem Fall befassten und in die folgenden Verfahrensprozeduren des Gerichtsurteils involviert waren, durchzusetzen. Dieser hatte kürzlich auch Abhisit Vejjajiva mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, da ihm der Zugang zu seinem Klienten durchgehend verweigert wurde.

 

Zudem habe sich die thailändische Strafvollzugsbehörde lediglich an die Anweisungen des Gerichts gehalten Viktor Bout innerhalb der nächsten drei Monate den Vertretern der US-Regierung zu übergeben, nachdem das Urteil bereits im August 2010 gefällt wurde und habe dementsprechend gehandelt.

 

Gegendarstellungen von Viktor A. Bout

 

Entgegen allen Anschuldigungen und Vorwürfen der amerikanischen Regierung, können auf seiner Homepage auch die Gegendarstellungen von Viktor Bout und seinen eigenen Vorwürfen gegen die Regierung der Vereinigten Staaten eingesehen werden. Diese versuchte angeblich bereits Google dazu zu bewegen seine Webseite aus den Resultaten von Suchanfragen auszschließen, allerdings ohne Erfolg. Hier nimmt er ebenfalls zu den jetzigen und früheren Vorfällen in Thailand Stellung.