Thailand lieferte nun den russischen Waffenhändler Viktor Bout in die USA aus. Er wird sich dort vor Gericht, wegen Terrorismus Anklagen, verantworten müssen. Die thailändischen Behörden konnten am 12. Dezember 2009, nach einem Tip von amerikanischen Geheimdiensten, auf dem Don Muang Flughafen in Bangkok, eine Iljuschin 76 Chartermaschine aus Nord Korea sicherstellen. Bei der Durchsuchung wurden damals 35 Tonnen kriegsfähiges Material aufgefunden.

 

Die Crew, bestehend aus aus einem Weißrussen und vier Kasachen im Alter von 52 -58 Jahren, wurden festgenommen, darunter auch Viktor Bout, allerdings in Thailand nicht angeklagt, aus Angst die internationalen Beziehungen zu Weißrussland und Kasachtan zu gefährden. Kurz danach stellten die Vereinigten Staaten einen Auslieferungsantrag für Viktor Bout.

 

Terrorvorwurf: Viktor Bout in die Vereinigten Staaten ausgeflogen

 

Unter größten Sicherheitsmassnahmen überführte man Viktor Bout vom Gefängnis Bangkwang zum Don Muang Flughafen in Bangkok und übergab ihn dort den wartenden US Regierungsmitarbeitern, die ihn umgehend in einem Jet ausflogen. Die Ehefrau Bouts, Alla Bout, kam ebenfalls nach Thailand, um zu versuchen mit ihrem Ehemann zu sprechen, als sie das Gefängnis erreichte war der russische Waffenhändler allerdings schon unterwegs zum Flughafen.

 

Bereits im August bestätigte das Berufungsgericht in Thailand den Auslieferungsantrag aufgrund einer Terrorismusanklage der Vereinigten Staaten und forderte die US Regierung auf einen Jet zur Überführung des russischen Waffenhändlers zu schicken.

 

Anwalt Bouts droht mit rechtlichen Schritten gegen Abhisith

 

Der Anwalt Bouts ließ derweil verlauten, er werde rechtliche Schritte gegen diejenigen einleiten, die für die Auslieferung seines Klienten zuständig waren, inklusive dem thailändischen Premierminister  Abhisit Vejjajiva. Grund dafür sei unter anderem auch, dass man ihm den Zugang zu seinem Klienten verweigerte und ihn nicht mit ihm sprechen ließ. Er wird ebenfalls in die Vereinigten Staaten reisen, um als Zeuge vor Gericht für Bout auszusagen.

 

Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Thawil Pliensri, sagte er wäre zuversichtlich, dass Thailands Auslieferung des Händlers des Todes, Viktor Bout, an die USA, die Beziehungen zwischen Russland und Thailand nicht beeinträchtigen werde.