Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte, konnte ein spanischer Staatsbürger festgenommen werden, dem nun Kreditkartenbetrug und -manipulation vorgeworfen werden.

 

 

Im Besitz des 56 jährigen befanden sich ein Gerät um Kreditkarten zu beschreiben, 109 bereits beschriebene Kreditkarten und weit mehr als 1000 unbeschriebene.

Die Anklage umfasst den Besitz von Geräten und Materialien um Kreditkarten zu fälschen, bzw. die Daten von echten Karten auf falsche zu übertragen. Die Strafe die er zu erwarten hat, bewegt sich zwischen 1-5 Jahren Gefängnis, und/oder einer Strafe von 20000-100000 Baht (500-5000 Euro)

 

 

Der Spanier ist in Thailand offensichtlich erst vor wenigen Tagen eingereist. Am 18. Juli wurde eine erste gefälschte Karte eingesetzt, um an einem Geldautomaten (ATM) der SCB, in Pattaya, Geld abzuheben. Anscheinend wurde ein Großteil des Geldes dann umgehend nach Rumänien gesendet. Der Angeklagte jedenfalls bestreitet die Tat, und verweist auf einen rumänischen Freund, der ihm 15000 Baht gegeben habe, um die Transaktion zu tätigen.

 

Weitere Untersuchungen laufen derzeit noch.

 

Fälschungs- und Betrugsdelikte sind in Thailand leider weit verbreitet. Als international bekanntes und beliebtes Urlaubsziel, ist Pattaya natürlich in besonderem Maße von den Aktivitäten international agierenden Banden betroffen.

 

Die deutsche Polizei gibt folgende Tipps:

 

Den weit verbreiteten Einsatz des "Plastikgeldes" machen sich viele Täter zu eigen. Wir geben Ihnen Tipps und Verhaltenshinweise, wie Sie sich vor einem Kartenverlust schützen können und was im Fall der Fälle zu tun ist.

Kartenverlust

Lassen Sie Ihre Karte bei Verlust sofort für den weiteren Gebrauch sperren, auch wenn diese aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom Geldautomaten einbehalten wird.

Die Telefonnummern für die Sperrung von Zahlungskarten:

Debitkarten (z.B. girocard, früher auch als ec-Karte bezeichnet) können bundesweit über die einheitliche zentrale Telefonnummer 01805-021021 oder die 116 116 (Sperr-Notruf) gesperrt werden.

Sperrnummern für Kreditkarten:

  • MasterCard nur Deutschland): 0800 819 1040 *
    international (R-Gespräch): +1 636 7227 111

  • Visa: 0800 811 8440 *
    international (R-Gespräch): + 1 410 581 9994

  • American Express: +49 69 97 97 1000 **

  • Diners Club: +49 7531 - 3633 111 **

* Kostenlos aus dem deutschen Festnetz, abweichende Gebühren aus dem Ausland und über Mobilfunk
** Gebühren der Deutschen Telekom innerhalb Deutschlands, abweichende Gebühren aus dem Ausland

Bei einem Verlust empfehlen wir zudem, unverzüglich das kontoführende Institut zu benachrichtigen. Manche Institute bieten hierzu einen eigenen Notruf-Service an.

Bei Verdacht auf eine Straftat sollte ebenfalls sofort Anzeige bei der Polizei erstattet werden.


Umgang mit der PIN

  • Die PIN darf nicht an Dritte weitergegeben werden, nicht einmal Geldinstitute oder Kreditkartenunternehmen kennen die PIN; weder Amtspersonen (z.B. Polizeibeamte) noch Mitarbeiter von Geldinstituten werden deshalb legal nach der PIN fragen.

  • Lernen Sie am besten Ihre PIN auswendig und vernichten Sie den PIN-Brief.

  • Auf keinen Fall sollte die PIN irgendwo notiert werden - schon gar nicht auf der Zahlungskarte! Auch nicht im Adressbuch getarnt als Telefonnummer o.Ä.

  • Achten Sie bei der Eingabe der PIN am Geldausgabeautomaten oder im Handel am Kassenautomaten darauf, dass niemand den Vorgang beobachten kann; bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche Helfer höflich aber bestimmt auf Distanz zu bleiben.

  • Verdecken Sie die PIN-Eingabe, indem Sie die Hand oder Geldbörse als Sichtschutz dicht über die Tastatur halten. Dies erschwert ein Ausspähen erheblich.

  • Geben Sie die PIN niemals an Türöffnern, auch nicht bei Banken, ein. Verständigen Sie in solchen Fällen sofort die Polizei.

  • Befolgen Sie keine Hinweiszettel, die zur mehrmaligen Eingabe der PIN auffordern.

  • Geben Sie beim Bezahlen nicht die PIN bekannt und achten Sie auf die Rückgabe der eigenen Zahlungskarte.

Allgemeine Empfehlungen

  • Lassen Sie Zahlungskarten niemals in Büro-/Arbeitsräumen, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Hotelzimmern, Kraftfahrzeugen etc. liegen - weder offen noch versteckt; auch nicht für nur kurze Zeit.

  • Behandeln Sie EC- und Kreditkarten vielmehr sorgfältig wie Bargeld und tragen Sie sie in verschlossenen Innentaschen der Kleidung verteilt dicht am Körper.

  • Überzeugen Sie sich regelmäßig, ob Sie Ihre Karte(n) noch besitzen.

  • Beobachten Sie bereits vor dem Geldabheben am Automaten Ihr Umfeld genau. Achten Sie auf die äußere Beschaffenheit des Geldautomaten, melden Sie auffällige Veränderungen am Geldautomaten sofort der Polizei. Begeben Sie sich niemals gedankenlos zum Geldabheben an den Automaten.

  • Beachten Sie alle Auflagen, die Ihr Geld- oder Kreditinstitut vertraglich mit Ihnen vereinbart hat. Lesen Sie auch das Kleingedruckte im Vertrag – vor allem die Abschnitte über die Haftung; sie legen fest, welche Sorgfaltspflichten Sie im Umgang mit Ihrer Zahlungskarte zu erfüllen haben.

  • Bewahren Sie Kreditkarten-/Bankkartenbelege sorgfältig auf und kontrollieren Sie Ihren Kontoauszug zeitnah. Vernichten Sie verschriebene Belege, unter Umständen auch das Durchschreibepapier.

  • Behalten Sie Ihre Karte stets im Auge.

Eine wichtige Voraussetzung für die Sicherheit im Umgang mit Zahlungskarten ist und bleibt die sorgfältige Handhabung der Kartendaten und der PIN. Der ordnungsgemäße und gewissenhafte Umgang ist der beste Garant für die Sicherheit im Bereich des unbaren Zahlungsverkehrs.

Zahlungskarten im Internet

  • Bei Internet-Transaktionen ist generell der Aspekt der Internet-Sicherheit zu beachten, d.h. verwenden Sie immer ein aktuelles Virenschutzprogramm und eine aktuelle Firewall, überprüfen Sie die Browsereinstellungen, insbesondere hinsichtlich aktiver Inhalte. Öffnen Sie keine E-Mails von unbekannten Absendern. Führen Sie die Transaktion möglichst am eigenen Rechner aus.

  • Geben Sie Ihre Kreditkartennummer nur über Verbindungen weiter, die eine Verschlüsselung zwischen Ihrem Rechner und dem Empfänger gewährleisten (z.B. SSL-Standard).

  • Zudem kann zusätzlich die Angabe der Kartenprüfnummer (bei VISA heißt sie CVV2= Card Verification Value 2, bei Mastercard CVC2=Card Verification Code 2) gefordert werden, die auf der Kreditkarte selbst aufgedruckt ist, aber nicht im Magnetstreifen gespeichert ist.

  • Allgemein gilt: Versichern Sie sich, mit wem Sie es zu tun haben. Drucken Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Impressum (Adressenangabe, Telefonnummer) aus. Überprüfen Sie anhand der Angaben die Existenz des Internet-Unternehmens. Drucken Sie den kompletten Geschäftsvorgang aus. Beachten Sie bei Internet-Händlern mit Sitz im Ausland, insbesondere in Nicht-EU-Staaten, dass unser Rechtssystem möglicherweise keinen Zugriff hat. Wählen Sie ggf. andere Zahlungsmöglichkeiten aus (per Nachnahme, per Lastschrift, per Überweisung).

Weitere nützliche Informationen gibt es auch unter www.kartensicherheit.de. Dort kann man unter anderem einen so genannten SOS-Infopass herunterladen.