Das auswärtige Amt Deutschlands gab am 15. Januar folgende Reise- und Sicherheitswarnung für Thailand aus.

 

Punkt 1 Reisewarnung Thailand: "Im Zuge der politischen Auseinandersetzung kommt es insbesondere in Bangkok immer wieder zu Demonstrationen der verschiedenen politischen Lager. Hierbei kann ein gewaltsames Aufeinandertreffen von Demonstranten und Sicherheitskräften nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden."

 

Da die politischen Unruhen bereits vor mehreren Jahren begonnen haben und sich mitterweile nur noch auf bestimmte Regionen und Ansammlungen, die ebenfalls noch in leuchtenden Farben durch die Gegend ziehen und leicht erkennbar sind, beschränken, ist dieser Punkt der Reisewarnung wohl schon leicht veraltet oder absolut überflüssig, da in den internationalen Medien ständig über die politischen Unruhen in Thailand davon berichtet wird.

 

Punkt 2 der Reisewarnung für Thailand: "Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und Umgebung und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird abgeraten. Der gesamte Bereich bleibt bis auf Weiteres militärisches Sperrgebiet."

 

Zwischen Thailand und Kambodscha ist das Verhältniss seit altersher schon etwas gestört und es traten immer wieder Spannungen auf. Der Preah-Vihear-Tempel wurde vor zwei Jahren zum UNESCO Welterbe erklärt, seitdem haben sich die Spannungen wieder verstärkt und es wurden dort von beiden Ländern militärische Truppen stationiert. Diese Sicherheitswarnung ist sicherlich sinvoll, allerdings auch einige Jahre zu spät. Bei der Anreise nach Thailand sollte das eigentlich bereits jeder Tourist wissen.

 

Punkt 3 der Reise und Sicherheitswarnung für Thailand: "Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands ( Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia) wird aufgrund der anhaltenden terroristischen Anschläge dringend abgeraten. Hier besteht Lebensgefahr."

 

Der Süden Thailands ist seit Jahrzehnten mehrheitlich vom moslemischen Glauben geprägt. Die Wurzeln der terroristischen Rebellen, die dort immer wieder für Unruhen sorgen, liegen aber in der Beteiligung thailändischer Moslems an den Afghanistan Kriegen von 1979-1989. Nach der Rückkehr aus diesem Krieg gründete sich die islamistische Bewegung Mujaheddin Pattani.

 

Abschließend beurteilt ist die Sicherheitswarnung für Thailand etwas überzogen. Alle angesprochenen Gründe sind seit Jahren bekannt ud waren damals auch wesentlich pregnanter als heute, warum sich hier nun plötzlich etwas ändern sollte ist uns schleierhaft.