Der Streit zwischen Thailand und Kambodscha, um den Preah Vihear Tempel (Prasat Preah Vihear), ist wieder einmal entflammt und rüttelt an Thailands nationaler Psyche. Diesmal hat es die Regierung Abhisits erwischt, die sich mit ihren unpassenden diplomatischen Aktionen als ungeeignet herausgestellt hat, die Streitigkeiten mit dem Nachbarland beizulegen und ist vollkommen unvorbereitet, gegen die Kampagne von kambodschas Premierminister Hun Sen.

 

Seit 1962 Tempelanlage offiziell als zu Kambodscha zugehörig

 

Bereits 1962 entschied der Internationale Gerichtshof in Den Haag, auf Drängen der kambodschanischen Regierung, die Tempelanlage offiziell als zu Kambodscha zugehörig zu erachten. Den Haag stimmte Kambodscha Antrag zu.

 

Woraufhin der damalige, thailändische Premierminister Sarit Thanarat (Amtszeit: Feb. 1959 – Dez. 1963) die Entscheidung des Gerichtshofes dem thailändischen Volk in einer emotional Ansprache unter Tränen mitteilte und stellt bis heute einen der schwärzesten Momente in Thailands Geschichte dar. Soldaten, die für die Bewachung des Tempels dort Stationiert waren, zogen die Fahnenmasten mit der thailändischen Flagge aus dem Boden zogen und verließen Prasat Preah Vihear mit schwerem Herzen.

 

2008 Preah Vihear Tempel kambodschanisches Weltkulturerbe

 

2008 stellte man dann einen Antrag an das World Heritage Committee (WHC), ein Gremium der UNESCO (eng.: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization; dt.: Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur; eine rechtlich selbstständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit 193 Mitgliedsstaaten), um den Preah Vihear Tempel als kambodschanisches Weltkulturerbe aufzunehmen, dem ebenfalls stattgegeben wurde.

 

All diese Vorfälle lösten immer wieder Schießereien an der thailändisch-kambodschanischen Grenze aus. Vor kurzem rief Kambodscha den Day of Anger gegen Thailand aus, um seine Strategie weiter zu verfolgen, sich das Gebiet um die Tempelanlage zu sichern.