Mehr als 100 Fremdenführer, die in Pattaya arbeiten, haben sich am Dienstag Morgen auf der Pattaya Beach Road versammelt um gegen ihre, angeblich illegal in der Stadt tätigen, ausländischen Kollegen zu protestieren.

Die Stimmung unter den Demonstranten war extrem gereizt und wäre fast eskaliert, als ein Chinese, dem unterstellt wurde, einer der illegalen Tour-Guides zu sein, gesichtet wurde.
Dank dem Einsatz der anwesenden Polizisten blieb es dann aber bei verbalen Attacken und der Chinese konnte, mitsamt seiner Reisegruppe aus China, in Sicherheit gebracht werden.
Im Folgenden übergab der Präsident der Thai Guides Association of Thailand, also der Vereinigung der Reiseleiter, eine schriftliche Beschwerde an den Leiter der Polizeistation von Pattaya.
Die Polizei sieht allerdings keine Handlungsmöglichkeiten, solange keine konkreten Beweise für das Fehlverhalten der chinesischen Reiseleiter vorliegen.

Der Konflikt zwischen Einheimischen und ausländischen Reiseleitern schwelt bereits seit Jahren, hat jetzt aber wieder neue Nahrung bekommen. Anfang der Woche gab die Regierung in Bangkok bekannt, das es Bestrebungen und Pläne gibt, die bisher illegal tätigen, ausländischen Touristenführer zu legalisieren. Das für Ausländer geltende Berufsverbot für den Bereich Tourismus soll angepasst werden, so dass Ausländer unter dem Titel „Reisekoordinator“ in der Branche tätig werden können.