Die amtierende Sport- und Tourismusministerin Kobkarn Wattanavrangkul Thailands hat erneut, wie sie es gerne tut, eine Leiche aus dem Keller geholt, und versucht ihr nun Leben einzuhauchen.
Diesmal handelt es sich um die Bewerbung Pattayas als Austragungsort eines Formel-1-Rennens. 
 
Mit Sicherheit hat diese Idee bessere Chancen, als ihr letzter Streich, die „Tour de France“ nach Thailand zu verlegen. Zweifel bleiben jedoch. Die Idee ist nicht neu, und wurde bereits mehrfach verworfen. 
 
Pattaya würde zwar über die nötige Infrastruktur für den Tross der Medienvertreter, Zuschauer und Aktiven verfügen, hätte auch einen internationalen Flughafen (U Tapao) aber es ist mit Sicherheit nicht für ein Stadtrennen, wie in Monaco oder Singapur, geeignet. Es gibt auch keine andere, auch nur annähernd Formel 1 taugliche Rennstrecke in der Gegend.
 
Die einzige Strecke, die derzeit in Thailand in frage kommen würde, ist die des sportbegeisterten Politikers Newin Chidchob, in Buriram.
Die Dachverbände für Auto- und Motorradrennen FIA und FIM haben die  Strecke zertifiziert und als damit als möglichen Austragungsort für Formel-1-Rennen und MotoGP-Rennen gelistet.
In Buriram gibt es aber keinen internationalen Flughafen und es fehlt die Hotel-Infrastruktur, um ein Event dieser Größenordnung abzuhalten.
 
Da hat die Frau Ministerin wohl ein weiteres mal aus der Hüfte geschossen und dabei vergessen zu zielen.