Kambodscha wurde, bei der Aufnahme in das Weltkulturerbe des Preah Vihear Tempel, aufgefordert dem WHC (eng.: World Heritage Committee, dt.:Welterbekomitee) Erhaltungsmassnahmen zu erstellen und diese vorzulegen. Der Zeitraum dafür ist nun abgelaufen und Kambodscha hat seine Pläne vorgelegt. Vertreter der 21 Mitgliedsstaaten des WHC haben sich letzte Woche zu einer Versammlung in Brasilien getroffen, um über die eingereichten Erhaltungspläne zu entscheiden. Sollten sie irgendwann genehmigt werden könnte Thailand auf internationaler Ebene seinen Besitzanspruch auf das 4,6 km² große Gebiet vollständig verlieren.

 

Kambodscha setzte einen großen Teil seiner Kapazitäten zur Entwicklung und Ausarbeitung wirtschaftlich machbarer Erhaltungspläne des Preah Vihear Tempels ein, der unter anderem auch die Involvierung von interessierten Parteien vorsieht, denen neben der Möglichkeit, die Erhaltung eines Weltkulturerbes sicherzustellen, auch zukünftige geschäftliche Beziehungen angeboten werden sollen.

 

Thailand erscheint in dieser Situation vollkommen überfordert und drohte mit Austritt aus dem WHC. Inzwischen wurde die Entscheidung über den Preah Vihear Tempel auf Drängen der thailändischen Regierung vom WHC vorläufig verschoben

 

WHC Entscheidung hat weitreichende Auswirkung auf Kambodscha

 

Kambodscha versuchte alles um sich das umstrittene Grenzgebiet zu sichern, denn die Bewilligung der Erhaltungspläne durch die UNESCO wird entscheident auch über die wirtschaftliche Zukunft das Land sein und sich direkt auf Kambodschas Ansprüche im Golf von Thailand auswirken. Da das Gebiet im Golf von Thailand über reiche Erdöl- und Erdgasvorkommen verfügt, in dem Thailand derzeit gerade neue Ölbohrlizenzen ausgegeben hat, stellt es für Kambodscha natürlich ein Muss dar, um zukünftig wirtschaftlich weiter wachsen zu können.