Thailand hat ihn noch lange nicht aufgegeben, den Plan zur völligen Kontrolle des thailändischen Internet-Datenverkehrs und die Blockierung von unliebsamen Ansichten. So blockierten die Internetzensoren Thailands, durch ihre absolute Gewalt die ihnen der derzeitige Ausnahmezustand verleiht, Wikileaks für den inländischen Datenverkehr.

 

Internetzensur ThailandMittlerweile ist Thailand eines der führenden Länder, sofern es sich um Zensur im Internet handelt und liegt inzwischen vor China und Nord-Korea. Angeblich sei es das erste Land weltweit, das es bewerkstelligte mehr als 100,000 Webseiten dauerhaft zu blockieren. und diese Zahlen nehmen rasant zu. Waren nach nach dreijährigem bestehen des Bureau of Prevention and Eradication of Computer Crime im Monat April 2010 noch 65,000 geblockte Webseiten, so stieg die Zahl bis zum 15. Juni auf über 113,000 Webseiten.

 

Das Informations-und Kommunikationstechnologie Ministeriums (MICT) ließ verlauten, die Sperrung von Wikileaks sei auf geheiß des Center for the Resolution of the Emergency Situations (CRES) angeordnet worden, die für die Überwachung des Ausnahmezustandes und der politischen Situation, bezüglich der anhaltenden Unruhen in Bangkok, verantwortlich ist.

 

Hundegeburtstag mit nackter thailändischer Prinzessin

 

Einer der Hauptgründe zur umgehenden Sperrung scheint aber wohl wieder die königlich thailändische Familie zu sein, von dessen Thronfolger und Prinzessin derzeit unter anderem ein Video kursiert, indem er und seine, bis auf einen kleinen Slip, völlig nackte Frau den Geburtstag ihres Hundes ferien.

 

Wikileaks seinerseits hält aber nicht wirklich viel von den Versuchen der Internetzensoren Thailands ihre Webseite zu blockieren und mietete sich flugs eine neue Domain (thaileaks.info) , um sich der Sache anzunehmen.

 

Natürlich kann Thailand entsprechend darauf reagieren und diese Seite ebenfalls blockieren, es befindet sich aber auf dieser Seite eine kleine downloadbare Datei, mit der exakten Kopie der Seite, von der die Betreiber Wikileaks hoffen, das sich viele Webmaster finden, die diese Informationen selbst auf ihren Servern hosten und veröffentlichen.