Ein 46-jähriger Thailänder wurde am 6. Juli auf einem Fußballplatz verhaftet. Bereits im Jahr 2011 war der Manni wegen des Verdachts auf Missbrauch eines 15-jährigen Jungens verhaftet, aber gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 700000 Baht (etwa 18000 Euro) wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Der folgende Prozess wurde dann eingestellt, und der Thai konnte sich in aller Ruhe aus dem Staub machen, bevor weitere, die Rede ist von bis zu 40, Fälle von Kindesmissbrauch bekannt wurden. Angeblich hat er seine Taten gefilmt und die Aufnahmen dann über das Internet an Kunden in aller Welt verkauft.
Seit Ende Februar 2012 wurde er dementsprechend per Haftbefehl gesucht, konnte aber „angeblich“ nicht gefunden werden.
Das der Täter nun als Trainer einer Jugendmannschaft arbeiten konnte liegt auch daran, dass das Gericht 2011 keinerlei Auflagen für seine Freilassung ausgesprochen hat.
Thailand ist in letzter Zeit wieder vermehrt durch die Verhaftung von Kinderschändern in die Schlagzeilen geraten. Meist richten sich die Aktionen der Polizei jedoch gegen ausländische Täter, denen dann auch in ihren Heimatländern der Prozess gemacht werden kann.


Entsprechende Vereinbarungen wurden mit nahezu sämtlichen westlichen Staaten getroffen, die vermeiden wollen, dass die Verbrecher ungeschoren davonkommen, indem sie sich mit Schmier- und Bestechungsgeldern an thailändische Beamte freikaufen.