Der 12-Jährige Mong Thongdee gewann kürzlich die thailändische Meisterschaft im Paperfliegen. Er konnte mit elf Sekunden seinen Papierflieger weit länger in der Luft halten als seine Mitbewerber und kletterte damit aufs oberste Treppchen. Der Weltrekord liegt bei 15 Sekunden und ist seit Jahren ungeschlagen.

 

Mit dem Sieg in Thailand qualifizierte sich der kleine Mong für den großen Origami Wettbewerb in Japan. Genau hier traten die thailändischen Behörden ins Spiel, denn man stellte fest das Mong als Kind burmesischer Einwanderer zwar hier geboren ist, seine Eltern allerdings damlas illegal nach Thailand einreisten. Somit galt Mong rechtlich als staatenlos und besäße auch kein Recht auf einen thailändischen Pass. Für Mong brach eine Welt zusammen als er erfuhr das auch ein Hilfeersuchen an das Innenministerium nichts half und er somit keine Chance hätte an dem Wettbewerb in Japan teilzunehmen.

 

Die Geschichte wanderte durch die Presse und erweichte vielen Thailänder das Herz. Premierminister Abhisit Vejjajiva machte aufgrund der unzähligen Bittgesuchen eine Ausnahme und ließ Mong einen Pass austellen. Die Frage der Staatsbürgerschaft wollen man später klären.

 

Nachdem Mong dann in Japan nicht nur die Bronzemedallie in der Einzelwertung, sondern auch die Goldmedallie im Teamwettbewerb holte war Wissenschaftsministerin Khunying Kalaya Sophonpanich bei der Rückkehr des Kleinen stark begeistert von seinen Leistungen und schlug vor, ihn als Jugendbotschafter für Wissenschaft zu erklären. Weiterhin werden wir ihm ein Stipendium genehmigen, um seine Ausbildung zu gewährleisten, so die Ministerin.

 

Zukünftig sollen illegale Migranten registriert werden und damit Anspruch auf Sozialleistungen erhalten, denn schließlich wären sie in Thailand geboren und leben wie Thais.