Die Gemeinschaft der Südostasiatischen Staaten und China bilden seit dem 1. Januar 2010 die drittgrößte Freihandelszone der Welt.

 

Bereits 2002 trat die ASEAN in Verhandlungen mit China und man konnte ein erstes Freihandelsabkommen vereinbaren. Die ersten Zollgebühren wurden drei Jahre später gesenkt und man einigte sich auf bestimmte Dienstleistungen und Handelsprodukte. Im Dienstleistungsektor versucht man in beiderseitigen Einvernehmen Unternehmen den Marktzugang im jeweiligen Land zu erleichtern. Im Handelsektor will man die Umsätze gegenüber 2005 mit 113 Milliarden Dollar und 2008 mit 193 Milliarden Dollar, 2010 nun auf über 200 Milliarden Dollar steigern.

 

Damit plaziert sich die ASEAN Freihandelszone direkt hinter der Europäischen und Nordamerikanischen Freihandelszone auf Platz Drei und wird sich somit weltweit als eine ernstzunehmende Handelszone etablieren können. Hier entsteht ein Wirtschaftraum mit fast zwei Milliarden Menschen, neben China mit knapp 1,3 Milliarden Menschen gehören dem ASEAN Staatenbund noch Indonesien, Brunei, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma mit ca. 600 Millionen Einwohnern an.

 

Um das Bündnis zu festigen sind seit Anfang des Jahres 90% der Handelswaren in den meisten angeschlossen Staaten zollfrei. Laos, Vietnam, Kambodscha und Birma sollen bis 2015 folgen. Bis dahin will man sich auch über die restlichen 10% einigen, bei denen es sich hauptsächlich um Textilien und Elektrogüter handelt.

 

China und die ASEAN Staaten werden durch dieses Abkommen in den meisten Sektoren der Wirtschaft sicherlich profitieren. Waren für die herstellenden Industrie der ASEAN Länder werden zukünftig billiger zu erwerben sein und China kann seinen Rohstoffhunger durch die Staaten kompensieren. Für Hersteller von Konsumgütern wie die verabeitende Industrie von Stahl und Autoteilen könnten allerdings harte Zeiten bevortstehen, wenn China mit Billigprodukten den Markt überschwemmt.