Fast jeder der Touristen, die ein paar Tage in Pattaya zubringen bucht auch einen Tagesausflug auf die vorgelagerte Insel Koh Larn.

Mit nur 5,6 Quadratkilometern Fläche, tropischer Vegetation und wunderschönen Sandstränden ist diese kleine Insel das Sinnbild dessen, was sich der durchschnittliche Tourist aus Russland oder China, unter der „perfekten“ Insel vorstellt.
Wer sich jedoch die Mühe macht und eine der Anhöhen im Inselinneren erklimmt muss schnell erkennen, dass dieses Idyll ein trügerisches ist.
Seit die Insel ein Besuchermagnet geworden ist, werden die Abfälle der Touristen im Inselinneren abgeladen. Die komplette Palette an Wohlstandesmull füllt hier ganze Täler. Mittlerweile ist das Müllaufkommen auf 30 Tonnen täglich angestiegen, und die Insel kann dementsprechend nur noch als Müllkippe bezeichnet werden – aber eben nur hinter der Fassade. Die Strände werden täglich gereinigt, und die Besucher bekommen von der Misere nichts mit, forcieren aber durch Ihren Konsum das Anwachsen der Müllberge.
Die Stadtverwaltung von Pattaya hat zwar mittlerweile reagiert und einen Lastkahn angeschafft, der ist aber nur in der Lage etwa 20 Tonnen Abfall pro Tag ans Festland zu transportieren. Bleiben 10 Tonnen Müll, die nach wie vor ins Landesinnere wandern.
Nachhaltigkeit sieht anders aus. Mit und auf der Insel werden Millionen von Baht generiert, aber, abgesehen von einigen wenigen, profitiert niemand davon. Am allerwenigsten Koh Larn selbst.