Transparency International hat erste Auszüge aus dem Jahresbericht 2017 veröffentlicht. Die Studie im Rahmen des globalen Korruptionsindexes trägt den Titel “People and Corruption : Asia Pacific.” Das Ergebnis ist erschreckend – mehr als 900 Millionen Menschen, in den 19 untersuchten Ländern, haben im Lauf des letzten Jahres Schmiergeld gezahlt. Der Zugang zu grundlegenden Institutionen, wie Bildung und Gesundheit, war ihnen durch Bestechung möglich.

Die Rate der Bestechlichkeit unterscheidet sich in den einzelnen Ländern beachtlich. So wurde für Japan eine Quote von 0.2 % ermittelt, während Indien auf bis nahezu 69% kommt.
In Thailand haben 41 % der Befragten Bestechungsgelder bezahlt. Etwas besser schneiden Myanmar und Kambodscha mit jeweils 40 % ab. In Vietnam waren es 65%, in Indonesien 32 % und in Malaysien 23 %. China kam auf 26 %.

Transparency International hat für die Umfrage mehr als 22,000 Menschen in 16 Ländern des Asien-Pazifiks-Raums befragt. Zentrale Frage: Was für Erfahrungen haben sie 2016 mit Korruption gemacht. 

Akteure in öffentlichen Institutionen, die Leistungen nur durch Bestechung zugänglich machen sind Verbrecher. Betroffene sind sowohl Frauen als auch Männer. Alt, Jung, arm oder reich – alle Teilnehmer der Studie mussten die selben Erfahrungen machen.

Transparency International mahnt an, dass es für die besonders betroffenen Gesellschaften in der Region unmöglich sein wird, im sozialen Bereich Fortschritte zu erzielen, ohne das Problem der Korruption in den Griff zu bekommen.