Eine Gruppe von sieben illegal eingereisten Burmesen konnte erfolgreich aus der Gefangenschaft in der Nähe Pattaya's befreit werden. Die Burmesen kamen nach Thailand um in einer Textilfabrik in Bangkok zu arbeiten, wurden dann aber von ihrem Arbeitgeber eingesperrt und wie Sklaven gehalten.

 

Am 5. Februar, gegen ca. 18:30 Uhr wurde ein Lieutenant General der thailändischen Polizei Region 2 von der Workers Rights and Quality of Life Foundation benachrichtigt, wonach sich ein burmesischer Landsmann bei Direktor Piya Seeracot gemeldet hätte und von der Gefangenschaft seiner Gefolgsleute berichtete, die gewaltsam von einer Flucht abgehalten werden und zu nichtbezahlter Arbeit gezwungen sind.

 

Der 37-jährige Burmese Tern berichtete, dass man ihn und seine Freunde am Saphan Sai fishing Pier, Samaesarn in Sattahip festhält. Man würde ihnen ebenfalls so wenig zu Essen geben, dass sie nun um ihr Leben fürchten müssten. Beamte des Trafficking of Woman & Children Office Gendarme Region 2 wurden unmittelbar danach zu besagtem Tatort geschickt um die gefangenen, burmesischen Arbeiter zu befreien.

 

Nachdem man die eingesperrten Burmesen, im Alter von 17 bis 39 Jahren, befreien konnte, stürmten die Beamten den angrenzende Wohnsitz der Eigentümer und konnten die 30-jährige Frau Win festsetzen, ihrem Ehemann gelang die Flucht bevor die Polizeibeamten ihn ergreifen konnten. Alle Betroffenen wurden zur weiteren Befragung auf die Polizeistation in Sattahip gebracht.

 

Menschenschmuggel und Sklaverei in Thailand

Frau Win und ihren Ehemann, sofern er gefasst wird, erwarten Anklagen wegen Beschäftigung illegaler Immigranten, Gefangenschaft gegen den Willen der Betroffenen, Menschenschmuggel sowie Sklaverei.

 

Die sieben Burmesen gaben bei ihrem Verhör an, sie hätten die Grenze von Burma zu Thailand zu Fuß, bei Mae Sord in der Tak Provinz, überschritten um einen dort wartenden Pickup zu erreichen der sie nach Bangkok in eine Textilfabrik hätte bringen sollen. Abgeliefert wurden sie aber direkt in Samaesarn, Sattahip um als Hilfsarbeiter auf einem Boot zu arbeiten. Angeblich arbeiteten sie dort bereits seit sechs Monaten ohne irgendeine Art der Entlohnung bekommen zu haben, eingesperrt wurden und nur sehr wenig zu essen bekamen.