Gerüchten zufolge wurden den obersten Richtern Thailands, im Falle des flüchtigen Ex-Premiers Thaksin Shinawatra, Bestechungsgelder in Höhe von fünf Milliarden Baht (ca. 111 Mio. Euro) angeboten, um den Urteilsspruch zugunsten Thaksin's ausfallen zu lassen. Gerichtssprecher Sitthisak Wanachakij dementierte heute diese Vorwürfe, es hätten keinerlei Versuche diesbezüglich stattgefunden.

 

Er selbst glaube, dass dies hauptsächlich von Reportern ausgehe, die den Argwohn gegenüber dem obersten Gerichtshof in Thailand weiter steigern wollen. Wie dem auch sei, am Freitag wird man sehen wie die Richter mit den eingefrorenen 76,6 Milliarden Baht, des Ex-Premiers Thailand Thaksin und seiner Familie, verfahren werden und ob der Staat die Milliarden einbehält.

 

Hätte es Bestechungsversuche gegeben, würden Thailands Behörden den Weg zurückverfolgen können, um so die Quelle aufzuspüren. Es habe auch bisher noch kein Richter einen Bestechngsversuch gemeldet. Diese Aussage des Sprechers des obersten Gerichtes in Thailand wurde abgegeben, nachdem ein Sprecher einer neuen politischen Vereinigung behauptete, dass fünf von neun Richtern des Gerichtshofes Bestechungsangebote von jeweils 22 Millionen Euro erhalten hätten.

 

Thaksin ist in Thailand angeklagt seine Position als Premierminister missbraucht zu haben, um besagte Gelder anhäufen zu können. Er wurde 2006 in einem unblutigen Putsch des Militärs entmachtet. Kurz darauf floh Thaksin ins Ausland und versucht seither seine Macht und seine Gelder wiederzuerlangen. Am 26. Februar wird Thailand nun entscheiden was mit den Milliarden des Ex-Premiers geschehen wird.