Alle militärischen Waffen, die letztes Wochenende am Flughafen Don Muang in Bangkok beschlagnahmt wurden, sollen nach Aussagen des thailändischen Ministers für ausländische Angelegenheiten, Kasit Piromya, unter Beachtung einer Resulution der Vereinten Nationen, vernichtet werden.

 

Nach einem Meeting mit dem stellvertretenden Premierminister Suthep Thaugsuban, bestätigte Minister Kasit die Zerstörung der Waffen, es wäre unangebracht damit das thailändische Militär auszurüsten. Thailand will zeigen, dass es ein verantwortunsvolles Mitglied der Vereinten Nationen ist und deren Beschlüsse strikt umsetzt.

 

Der Beschluss Nummer 1874 aus dem Jahre 2009, des Sicherheits-Kollegiums der Vereinten Nationen, verbietet Nord Korea Waffen jeglicher Art zu exportieren. Die Restriktion wurde erlassen, nachdem das kommunistische Regime Nord Koreas, im Juni dieses Jahres, Nuklear- und Missletests durchführte.

 

Die thailändische Polizei konnte, nach einem Tip von amerikanischen Geheimdiensten am Wochenende, eine Ilyshin IL-76 mit 35 Tonnen verschiedenster Waffen sicherstellen und klagte zwischenzeitlich die fünf Mann starke Besatzung des Flugzeuges an. Obwohl die vier Kasachen und der weißrussische Pilot alles bestreiten, werden ihnen Waffenschmuggel, sowie falsch deklarierte Frachtpapiere zur Last gelegt.

 

Die leere Machine kam am letzten Mittwoch aus den Arabischen Emiraten, am Flughafen in Don Muang an, tankte nach und flog dann weiter in Nord Koreas Hauptstadt Pyongyang. Diese verließ sie am Samstag wieder und legte wie geplant einen weiteren Zwischenstopp zum tanken in Thailand ein, um dann weiter, zu dem angeblichen Endziel Sri Lanka, zu fliegen.

 

Premierminister Abhisit ließ verlauten, dass bis zur jetzigen Stunde noch unklar ist, wer der Käufer dieser Waffen sein sollte. Ebenfalls gäbe es keine Beweise, dass der zur Zeit in Thailand festgehaltene russische Waffenhändler Victor Bout irgendwie in diese Sache involviert gewesen wäre.