Für Ausländer gestaltet sich reguläres Arbeiten in Thailand, aufgrund der Vielzahl an Vorschiften und Regularien, normalerweise als äußerst schwierig, sofern man nicht einen Vorstands- oder Managerposten in einer thailändischen Firma besetzt. Dies will das thailändische Amt für Investitionsförderung (Board of Investment, kurz BoI) nun, zumindest zeitweise, ändern.

 

Das BoI gab am 13. September grünes Licht für eine neue Regelung auf dem thailändischen Arbeitsmarkt und wird Gastarbeitern vorübergehend das Arbeiten in Thailand erlauben. Die angegebenen und erlaubten 15% beziehen sich allerdings nicht, wie man fälschlicherweise annehmen könnte, auf den gesamten Arbeitsmarkt in Thailand, sondern unterliegen festgelegten und genau spezifizierten Vorschriften.

 

20-jährige Investitonsgeschichte in Thailand erforderlich

 

So wird es nur Firmen und Organisationen möglich sein diese Quotierung überhaupt zu nutzen, die eine mehr als 20-jährige Investitonsgeschichte in Thailand nachweisen können. Aber erst mit einer erforderlichen Gesamt-Investitionssumme von 10 Milliarden Baht (umgerechnet 252.5 Millionen Euro, Stand 14.09.2010), während dieser Zeit, berechtigt ein Unternehmen zur Nutzung dieses Potenzials.

 

Eventuell benötigte Gastarbeiter in Thailand werden grundsätzlich nur den Unternehmen zur Verfügung stehen, deren Einkommenssteuerprivilegien bereits abgelaufen sind, sagte Generalsekretär des Ministeriums für Investment, Atchaka Sibunruang. Die neue Regelung des thailändischen Investitionsamtes zur Nutzung der 15% Gastarbeiter auf dem Arbeitsmarkt wird voraussichtlich erst dann beendet werden, sobald auf dem inländischen Markt wieder genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen sollten.