Eine nordkoreanische Waffenlieferung konnte in Thailand am 12. Dezember, auf dem Don Muang Flughafen in Bangkok/Thailand sichergestellt werden.

 

Es fing mit dem Start einer Iljuschin 76 Chartermaschine in Pjöngjang (Nordkorea) an und endete für die Waffenschmuggler kurze Zeit später in Bangkok. Ohne einen Hinweis eines amerikanischen Geheimdienstes an die thailändischen Behörden wäre die in Greorgien registrierte Maschine wahrscheinlich nicht kontrolliert worden. Besatzung und Fracht waren voraussichtlich auf dem Weg nach Colombo in Sri Lanka. Der Auftraggeber der Lieferung war nach Angaben von Abhisit noch unbekannt, weiterhin sagte der Ministerpräsident "Wir wissen noch nicht, ob es sich hier um terroristische Aktivitäten handelt".

 

Nachdem die Iljuschin 76 mit der Bordnummer AWG 732 die Flughafenbehörden Don Muang um die Landegenehmigung zum nachtanken ersuchte und gelandet war, stürmten 100 Beamte das Flugzeug und durchsuchten es. Innerhalb kürzester Zeit konnten die thailändischen Behörden über 35 Tonnen kriegsfähiges Material sicherstellen. Regierungssprecher Panithan Wattanayakorn bestätigte den Waffenfund. Bei den Waffen handele es sich unter anderem um Raketen, Sprengstoff und Panzerfäuste und Teile von Boden-Luft-Raketen.

 

Alle sichergestellten Waffen wurden inzwischen in eine thäilandische Militäranlage gebracht und die Crew, bestehend aus aus einem Weißrussen und vier Kasachen im Alter von 52 -58 Jahren, wurden festgenommen und inzwischen unter Anklage gestellt. Vorgeworfen wird ihnen neben dem illegalen Transport von Waffen durch Thailand auch der Besitz dieser, sowie eine falsche Deklarierung der Fracht. Angegeben waren Maschinen für Ölbohrungen.

 

Aufgrund bestehender UN-Sanktionen gegen Waffenverkäufe durch Nordkorea zu, die erst im Juni 2009 nach den jüngsten Atomwaffen- und Raketentest Pjöngjangs verhängt worden waren, konnten die thäilandischen Behörden zuschlagen. Nordkorea wird inzwischen nicht nur dieser Vorfall, als Bruch eines UN-Embargos, vorgeworfen, sondern ebenfalls zahlreiche andere Vergehen auf unterschiedlichen Kontinenten.