Es ist so weit: Mit dem ersten Tag des Septembers erweitern sich alle Handynummern in Thailand um eine Ziffer. Hinter der ersten „0“ wird nun eine „8“ eingeschoben, womit die neunstelligen Handynummern zehnstellig werden.
Den Handybenutzern wird empfohlen, ein Geschäft ihres Betreibers aufzusuchen. Dort bieten die Mobilfunkfirmen einen kostenlosen Service an: In entsprechenden Programmen werden die gespeicherten Telefonnummern durchgescannt und bei allen thailändischen Mobilnummern die „8“ eingefügt. Alte SIM-Karten werden ebenso kostenfrei umgetauscht.
Mit dieser Umstellung geht die National Telecommunication Commission (NTC) auf die steigende Nachfrage nach Mobilgeräten ein. Die Anzahl der Rufnummern soll sich nach Angaben der NTC von 90 Millionen auf 300 Millionen erhöhen. Das staatliche Telekommunikationsunternehmen TOT hat von den 90 Millionen bereits 87 Millionen Nummern vergeben, vor allem deshalb, weil einige Netzwerkbetreiber wie Thai Mobile Millionen gehortet hat.
Marktführer des thailändischen Mobilfunkmarktes ist Advanced Info Services (AIS), gefolgt von Total Access Communication (DTAC), True Move (früher TA Orange) und Hutchison Telecommunication (Hutch). Nachdem die Familie des amtierenden Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra Anfang 2006 ihren Anteil an AIS an die Temasek Holding (Singapur) veräusserte, befinden sich nunmehr zwei der drei wichtigsten Betreiber in ausländischer Hand. Bereits seit Oktober 2005 wird DTAC von der norwegischen Telenor kontrolliert. Das Interesse ausländischer Investoren am weiterhin sehr wachstumsträchtigen Mobilfunkmarkt ist durch die erwartete stärkere Liberalisierung des Telekomsektors und die geplante Einführung der 3G-Technik (in Europa UMTS) ungebrochen stabil.
Vor allem der Einstieg von Singapurs Temasek Holding hat einen neuen Preiskampf unter den Handynetzwerkanbietern ausgelöst. DTAC etwa hat eine ganze Serie neuer Promotion-Angebote für Postpaid- und Prepaidkunden angekündigt, um den Marktführer AIS herauszufordern. Sie heissen Happy Buffet Plan oder Zad Buffet Plan und reichen vom grenzenlosen Telefonieren zu einem festgelegten Preis und bestimmten Uhrzeiten bis hin zu geringen Minutengebühren.
Der thailändische Mobilfunkmarkt, der 2005 nach Schätzungen des Kasikorn Research Center (KResearch) um etwa 8,6 Prozent expandierte, dürfte 2006 vor allem auf Grund der sinkenden Konsumneigung der Bevölkerung lediglich um 6,7 Prozent wachsen. Thailand hatte vergangenes Jahr mehr als 30 Millionen Mobilfunknutzer, was einer Dichte von ca. 46 Prozent entspricht. Damit lag dieser zwar höher als auf den Philippinen, war aber immer noch wesentlich niedriger als in Malaysia. Voraussagen gehen dennoch von einem Anstieg der Zahl der Handybesitzer auf rund 70 Prozent der Gesamtbevölkerung in den nächsten 30 Jahren aus.
In Thailand gibt es (mindestens) zwei Netze für mobiles Telefonieren. D2 kooperiert mit AIS und E-Plus mit TAC. Das GSM-Netz (D2-Vodaphone) in Thailand wird betrieben von Advanced Info Service Public Company Limited (AIS) 1291/1 Phaholyothin Road Phayathai THA-Bangkok, 10400 Thailand Telefon +66 22 99 64 40 oder innerhalb Thailands 2 99 64 40
Der Code für das AIS-Netz ist TH AIS GSM oder TH AIS. Der Ländercode ist 520, die Betreiberkennung ist 01.
Das GSM-1800-Netz (E-Plus) in Thailand wird betrieben von Total Access Communication Public Company Limited (TAC) 15th Fl., Sri-Ayuthaya Building 487/1 Sri Ayuthaya Road, Phayathai Bangkok, 10400 Thailand Telefon +66 2 642 7700 oder innerhalb Thailands 2 642 7700
Der Code für das TAC-Netz ist WP 1800. Der Ländercode ist 520, die Betreiberkennung ist 18.
Bei Erhalt eines Anrufes aus Deutschland zahlt der Angerufene für die Übertragung der Gespräches nach Thailand einen Auslandstarif des Netzbetreibes. Auch bei der Rufumleitung (z.B zur Mailbox) fallen Auslandsgebühren an. Es lohnt sich, die Informationen der deutschen Netzanbieter genau zu lesen, wenn man international Roaming nutzen möchte. Insbesondere die bedingte Anrufumleitung sollte unbedingt deaktiviert sein. Ansonsten könnte es Sie 3,50 EUR kosten, wenn jemand Ihrer Mailbox ein "Ruf mich mal an" einflüstert.
In Pattaya können Sie problemlos mit Ihrem deutschem GSM-Handy telefonieren, Inlandsgespräche werden nach thailändischem Tarif abgerechnet ( siehe Tariftabelle bei Ihrem Mobielfunkanbieter), Gespräche nach Deutschland kosten ca. 1,80 - 3,50 EUR pro Minute. Billiger telefonieren Sie am besten vom Festnetz, z.B direkt bei der Post in der Soi Poststreet, oder an einem der gelben Übersee-Karten Telefonen, Telefonkarten gibt es in verschiedenen Geschäften für 500 Baht zu kaufen.
Der Einstieg von Singapurs Temasek Holdings bei der Shin Corp. hat einen neuen Preiskampf unter den Handy-Netzwerkanbietern ausgelöst. Der zweitgrösste Betreiber DTAC will den neuen Mitbesitzer des Marktführers Advanced Info Services (AIS) herausfordern und hat eine ganze Serie neuer Promotions-Angebote für Postpaid- und Prepaid-Kunden angekündigt: Sie heissen Happy Buffet Plan und Zad Bufett Plan und reichen vom grenzenlosen Telefonieren zu einem bestimmten Preis und zu bestimmten Zeiten bis zu geringen Minutengebühren. Unschlagbar scheint die “Mouth Sabai”-Kampagne des Netzwerkvermittlers Hutch zu sein: Prepaid-Kunden zahlen zwischen 22 und 10 Uhr für eine Stunde 3,50 Baht, jede weitere Minute wird mit zwei Baht berechnet. Zwischen 10 und 22 Uhr kostet die erste Minute 3,50 Baht und jede weitere nur 25 Satang.
Über die Einwahl 008 sind beim Telefon-Festnetzanbieter TOT Corporation mittlerweile 151 Länder erreichbar, so auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Warum allerdings eine Gesprächsminute in diese drei Länder unterschiedlich berechnet wird, weiss wohl nur die TOT. Eine Minute nach Deutschland kostet 7 Baht, nach Österreich 24 Baht und in die Schweiz 18 Baht. Nach der 008 muss die Ländervorwahl (für Deutschland 49, für Österreich 43 und für die Schweiz 41) gewählt werden, dann der Städte- oder Bezirk-Code (ohne die 0) und schliesslich die Rufnummer des Teilnehmers. Eine störungsfreie und bessere Verbindung verspricht die TOT bei der Einwahl 007. Die Gesprächsminute kostet 9 Baht für Deutschland, 24 Baht für Österreich und 21 Baht für die Schweiz.
Wenn das Handy geklaut wird: SIM-Karte sperren lassen
Liegengelassen, verloren oder gestohlen - oft fällt es einem Handy-Besitzer erst spät auf, dass sein Mobiltelefon verschwunden ist. Das kann sehr teuer werden. Nicht selten nutzen Langfinger die ersten Minuten nach dem Diebstahl, um auf Kosten des Bestohlenen rund um die Welt zu telefonieren. Schnell zu reagieren ist also wichtig. Aber was ist zu tun? Als erstes, das rät die Polizei, sollte das Opfer die Mobilfunkkarte (SIM-Karte) sperren lassen. Sobald das geschehen ist, haftet der Kunde im Normalfall nicht mehr für die danach geführten Gespräche. Alle thailändischen Netzbetreiber haben eine Hotline, bei der rund um die Uhr die SIM-Karte gesperrt werden kann. Bei AIS ist es für die Kunden 1175 oder auch 02.271.9000, bei DTAC 1800 oder 02.202.7000, bei Orange 1331 oder 02.900.9999. Die Kunden dieser drei grössten Anbieter sollten die Notfallnummern und Info-Telefonnummern stets griffbereit haben. Die Polizei, die in den letzten Wochen in Pattaya häufiger Diebstahls-Anzeigen bearbeiten musste, gibt Tipps zum Schutz gegen Diebstahl: • Das Handy nicht sichtbar an Gürtel oder Hosentasche tragen. • Das Handy nicht offen im Auto liegen lassen. • Wird das Handy gestohlen, zunächst die Mobilfunkkarte sperren lassen und dann bei der Polizei Anzeige erstatten. Bestohlene sollten nie telefonische Auskunft über die Geheimnummern geben. Da das Handy mittlerweile zum Standardgepäck für Urlaubsreisende gehört, sollten Touristen diese Tipps ebenso beherzigen. Auch für sie gilt: Ein Anruf beim jeweiligen Netzbetreiber kann viel Geld sparen. Beeilen heisst also die Devise. Die passende Nummer des Mobilfunkanbieters gehört ins Urlaubsgepäck. Noch mehr Geld können Thailand-Touristen sparen, wenn sie per Handy nicht via Heimatland kommunizieren, sondern in Pattaya in einem Fachgeschäft eine in diesem Land gültige SIM-Karte (Prepaid-Karte) erwerben. Sie kostet in der Regel 800 Baht, 300 Baht können im In- und Ausland vertelefoniert werden. Weitere Prepaid-Karten sind ab 300 Baht erhältlich.
Vom Januar 2005 an sollen die Verträge, die zwischen Telefonkunden und Mobilfunkbetreibern abgeschlossen werden, stärkerer Kontrolle unter liegen. Das hat das Amt für Verbraucherschutz nach wiederholten Beschwerden über mangelhaften Service seitens der Gesellschaften zugesagt. Jurin Laksanavisit, Minister im Amt des Premierministers, erklärte, künftig müssten schriftliche Verträge die folgenden sechs Punkte enthalten: • Der Vertragspartner muss die Rechnungen zehn Tage vor der Fälligkeit erhalten. • Einzelheiten zu den aufgeführten Gesprächen müssen dem Vertragspartner auf Wunsch innerhalb von drei Tagen zugesandt werden. • Beträge für einzelne Serviceleistungen müssen besonders erläutert und ausgewiesen werden. • Gespräche mit einer Dauer von weniger als 30 Sekunden dürfen nicht mehr berechnet werden, weil für Telefonate mit einer Dauer zwischen 30 Sekunden und einer Minute ohnehin eine volle Minute berechnet wird. • Wenn ein Telefon verloren geht, muss der Betreiber den Vertrag auflösen. Dann darf der bisherige Besitzer auf keinen Fall für Gespräche, die nach dem Verlust von diesem Gerät ausgeführt werden, zur Kasse gebeten werden. •Nach Vertragsende muss der Betreiber bei Abschluss gezahlte Kautionen innerhalb von 15 Tagen an den Kunden zurückzahlen. Sollten Mobilfunk-Gesellschaften die neuen Vorschriften ignorieren, drohen ihnen pro Fall 100.000 Baht Geldstrafe oder dem Verantwortlichen bis zu einem Jahr Gefängnis.