Paradise Scuba Divers c/o Hotel Siam Bayview
Soi 10, Pattaya, Chonburi 20260
Fon: 38-710567 Fax: 38-423879
Vor der Küste Pattayas will die Stadt ausgediente Eisenbahnwaggons versenken. Sobald sich dort Meeresfauna und -flora angesiedelt haben, soll die Meeresstelle für Taucher freigegeben werden. Zur Wiederbelebung des maritimen Lebens an der Ostküste hatte die Marine vor längerer Zeit bereits ihr altes Kriegsschiff HTMS Krarm versenkt.
Thailands Strände sind ein Traum. Richtig faszinierend wird’s aber erst unter Wasser: Dem Taucher erschliesst sich ein faszinierendes Universum voller Farbenpracht, das sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Farbenprächtiger und artenreicher kann auch das tollste Aquarium nicht ausgestattet sein: Rötliche Fächerkorallen wiegen sich sanft in der Strömung. Grellbunte Schwarmfische huschen durch Riffspalten. Getüpfelte Leopardenhaie dösen am Meeresgrund, und gelegentlich schwebt mit elegantem Flossenschlag ein Manta-Rochen vorbei. Nicht nur die Andamanensee vor der Westküste Thailands ist ein faszinierendes Unterwasser-Erlebnis - Noch-Nicht-Taucher finden an fast allen Küsten Grund genug, einen ersten Ausflug in das lautlose Universum unter dem Meeresspiegel zu wagen. Wenn sie sich erst einmal an die sperrige Ausrüstung und das Atmen von Druckluft gewöhnt haben, möchten sie ewig unten bleiben und schwerelos durch die badewannenwarmen Fluten gleiten.
Zwischen den Inseln Pai und Larn hat die thailändische Marine ein ausgedientes Kriegsschiff versenkt. Sie hofft, damit die Unterwasserwelt vor der Küste Pattaya zu beleben. Thailand hatte die HMS Khram in den 60er Jahren von den USA übernommen. Nach 40 Jahren lohnten sich Reparaturen nicht mehr. Das Wrack liegt 300 Meter vor der Insel Pai auf Meeresgrund.
Leander Schalinski lernte das Tauchen auf den Malediven. Damals, 1979, absolvierte er im Indischen Ozean seinen ersten Kursus. Fasziniert von diesem Sport und der farbenprächtigen Unterwasserwelt, tauchte er in Südafrika, Vietnam, Thailand, Burma und - um sich Praxis anzueignen - in deutschen Seen. Früher schwärmte der Passauer von den Maledivien, heute steht Burma ganz oben auf seiner Wunschliste. „Das wird der Renner schlechthin“, glaubt er. Burmas unentdeckte Tauchgründe mit unberührten Korallenbänken sind derzeit nur mit Booten ab Thailand erreichbar. Ab 1982 lebte der heute 38jährige zwei Jahre in Bangkok. Dann zog es ihn in sein Heimatland zurück, seine Ferien verbrachte er in den kommenden Jahren aber in Thailand. Im Oktober 1992 trat er in ein buddhistisches Kloster bei Lampang ein.

Als Mönch nutzte er die drei Monate im Norden des Landes zu Meditation und zum Zu-sich-selber-finden. Anschliessend arbeitete er als Divemaster in der Tauchschule seines Onkels. Siggi Schalinski hatte die „Paradise Scuba Divers“ in Pattaya gegründet und zu einem angesehenen Unternehmen mit Sitz im Siam Bayview Hotel gemacht. Leander machte auf Phuket seinen Tauchlehrer-Schein und übernahm 1994 die „Paradise“-Schule. Sein Ausbilder war der deutsche Bernd Walzinger, mit dem der Passauer inzwischen auf Phuket eine weitere „Paradise Scuba Divers“ betreibt und der zur Tauchlehrerausbildung jedesmal nach Pattaya kommt. Ein weiteres Büro wurde im November letzten Jahre am Jomtien eröffnet. Pattayas Tauchschule beschäftigt heute acht Mitarbeiter, in der Saison sind es zwölf - Tauchlehrer und Büroangestellte.

Die Kurse für Anfänger bis zum Lehrer erfolgen nach den Richtlinien des PADI, des weltweit grössten Tauchverbandes. „Paradise“ ist die einzige in Pattaya von einem Deutschsprachigen geführte Schule, die PADI mit fünf Sternen (IDC) ausgezeichnet hat. Unterrichtet wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Thai oder Japanisch. Jedes Jahr absolvieren rund 300 Urlauber mit „Paradise“ einen Kursus. Er kostet einschliesslich Lehrmaterial, Ausrüstung sowie Essen und Trinken auf dem Schiff 12.000 Baht. Nach dem ersten Schein darf bis 18 Meter Tiefe getaucht werden, nach dem zweiten Kurs sind es 30 Meter. Rund 70 Prozent der Kunden kommen aus dem deutschsprachigen Raum, der Rest aus aller Welt. Es sind Touristen, aber auch erfahrene Taucher, die in vielen Meeren und Seen die Wunder der Natur erlebt haben. Jeder Taucher, der im Besitz eines Zertifikates ist, kann mit Leander Schalinski in einem gecharterten Boot aufs Meer fahren. „Es muss kein PADI-Schein sein“, unterstreicht der Ausbilder.
