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Häufigste Todesursache: Betrunken Motorrad fahren.
Vor einer Fernreise sollten sich Urlauber nicht auf allgemeine Länder-Informationen aus dem Internet verlassen. Das rät Helmut Jäger vom Reisemedizinischen Zentrum der Bernhard-Nocht-Klinik in Hamburg. Die Angaben, die dort zu finden sind, seien nicht ausreichend. “Touristen sollten sich unbedingt bei qualifizierten Reisemedizinern und kompetenten Institutionen individuell beraten lassen”, empfiehlt der Experte. Es gebe zwar gegen Infektionskrankheiten wie Hepatitis, Typhus und Cholera wirksame Schutzmöglichkeiten. Impfungen und Medikamente könnten aber nicht in jedem Fall eine Krankheit verhindern. Allgemein gelte, dass man sich in der schönsten Zeit des Jahres nicht zu leichtsinnigem Verhalten verleiten lassen dürfe. “Die häufigste Todesursache für Deutsche in Thailand ist betrunken in Badelatschen und ohne Helm Motorrad fahren”, warnt Jäger
Touristen sollten sich ausreichend schützen.
Der zunehmende Reiseverkehr bringt Touristen immer häufiger in Kontakt mit exotischen Krankheitserregern. Unter Infektions- und Tropenmedizinern wächst die Sorge um einen Anstieg von Infektionserkrankungen, die über den Reiseverkehr in die Heimatländer importiert werden können.
Dabei wird weniger an die medienwirksamen Erkrankungen wie SARS, Ebola oder die Vogelgrippe gedacht. Grösser ist die Gefahr, dass bekannte Tropenerkrankungen erworben und dann von den Ärzten in der Heimat nicht oder zu spät erkannt werden.
David Freedmann von der Universität von Birmingham im US-Staat Alabama schätzt, dass zwischen 22 und 64 Prozent der Fernreisenden, die Länder in ärmeren Regionen der Erde besuchen, an Durchfall, Erkältungen oder Hautveränderungen erkranken. In den meisten Fällen sind diese Störungen selbstlimitierend, und die Reisenden suchen deshalb keinen Arzt auf. Doch immerhin acht Prozent fühlen sich so krank, dass sie entweder im Reiseland oder nach der Rückkehr ärztliche Hilfe benötigen.
Die häufigsten Meldungen über Infektionen kommen aus Thailand, Indien, Brasilien und Mexiko, woraus allerdings nicht geschlossen werden kann, dass Reisen in diese Länder nun besonders gefährlich sind. Bei weltweit rund 800 Millionen Auslandsreisenden pro Jahr kann von der selektiven Auswahl der Patienten, die einem Register gemeldet werden, nicht auf die Risiken der individuellen Reisenden geschlossen werden. Möglich sind aber Aussagen über die geographische Verteilung der Erkrankungsrisiken.
Dabei ergibt sich nach der Analyse von Freedmann folgendes Bild: Reisende nach Schwarzafrika müssen am ehesten damit rechnen, sich mit einer Malaria zu infizieren (relatives Risiko 207,6). Aber auch Ozeanien (relatives Risiko 76,7) und Südasien (relatives Risiko 53,8) sowie Zentralamerika (relatives Risiko 37,8) sind Malaria-Endemie-Gebiete. Reisende in die Karibik oder nach Südostasien sollten an die Möglichkeit eines Dengue-Fiebers denken, in Thailand vor allem in den Regenmonaten Mai bis Oktober.
Der Krankheitserreger, ein Virus, wird von der “Aedes aegypit”-Mücke übertragen und kann Urlauber in ganz Thailand treffen. Vom hämorrhagischen Fieber sind Touristenzentren wie Pattaya und Phuket nicht ausgeschlossen. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen äussert sich das Dengue-Fieber meist als einfache fieberhafte Erkrankung mit ausgeprägten Muskelschmerzen. Bei solchen Beschwerden sollten Menschen umgehend eine Klinik oder ein Krankenhaus aufsuchen, denn das Dengue-Fieber kann nur bei einer Blutuntersuchung festgestellt werden.
Allen diesen Erkrankungen ist gemeinsam, dass sie durch Insektenstiche übertragen werden, so dass Mediziner den Reisenden vorbeugende Massnahmen ans Herz legen. Die beste Vorbeugung ist ein guter Mückenschutz: hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Cremes, Lotions, Sprays, Räucherspiralen etc.
Ärzte in den Heimatländern der Urlauber müssen wissen, dass viele Patienten nicht sofort nach der Rückkehr den Arzt aufsuchen, sondern oft erst Wochen oder Monate später. Bei allen Erkrankungen mit Fieber, Durchfall oder ungewöhnlichen Hautausschlägen sollte deshalb nach Fernreisen in den letzten sechs Monaten gefragt werden.
Reisekrankheiten können nicht nur in den Tropen erworben werden. Legionellen, welche die gefährliche Legionärskrankheit verursachen, kann man sich auch in vermeintlich sicheren Hotelkomplexen zuziehen, Noroviren auf Kreuzfahrtschiffen und Cryptosporidiosen in Swimmingpools.
Thailands Plastische Chirurgen haben weltweit einen guten Ruf.
Wenige Kliniken und Krankenhäuser nehmen auch Geschlechts-umwandlungen vor. Im Yanhee-Krankenhaus in Bangkok kostet „man to woman“ 120.000 Baht (bei Ausländern sollen es mehr als 200.000 Baht sein), „woman to man“ wird mit 280.000 Baht berechnet. Nach rund 14 Tagen Klinikaufenthalt darf sich der Patient als Patientin bzw. die Patientin als Patient fühlen. Das Bangkoker Bang Mod-Krankenhaus nimmt für eine Geschlechtsumwandlung „man to woman“ sogar 180.000 Baht. Dafür wird der (die) Patient(in) aber bereits nach fünf Tagen entlassen. Weil es unter den Plastischen Chirurgen „schwarze Schafe“ gibt, sollten Ausländer vor einer kosmetischen Operation die Plastic Surgery Association of Thailand kontaktieren (Tel.: 02.716.6214 oder 02.716.6966, Internet www.plasticsurgery.or.th).
Krankenversicherung für Touristen.
Ausländischen Kurz- und Langzeittouristen bietet die BUPA einen ausreichenden Schutz für den Pattaya-Aufenthalt. Urlauber, die vergessen haben, in ihrem Heimatland eine Reisekrankenversicherung abzuschliessen, können sich bei der BUPA für den Zeitraum zwischen 8 und 90 Tagen versichern lassen. Policen werden bis zu einem Alter von 69 Jahren ausgestellt. Die Kosten richten sich nach der Länge des Aufenthalts, dem Alter und der Deckungssumme. Die Beträge liegen zwischen 310 und 44.374 Baht. Ein Beispiel: Der „Sunshine Plan“ gilt für sechs Monate und deckt pro Erkrankung Ausgaben in Höhe von einer Million Baht ab. Über weitere Details und ausgeschlossene Erkrankungen informiert die BUPA in ihrem Büro an der Sukhumvit Road (zwischen North Pattaya Road und dem Bangkok Pattaya Hospital,
Tel.: 038.370.880). Beim Vertragsabschluss muss der Reisepass vorgelegt werden.
Hightech in Thailands Krankenhäuser.
Ende des Jahres soll das Bangkok Pattaya Hospital mit der Magnetic Resonance Imaging (MRI) des Herstellers Philips ein weiteres High-Tech-Diagnosegerät erhalten. Die MRI ist eine Untersuchungsmethode, die bei der Entdeckung potenziell gefährlicher, krankhafter Gewebeveränderungen wirkungsvoll ist, so bei jungen Frauen mit hohem Risiko und bei Frauen mit dichtem Brustgewebe. Mit dem modernen Abtastgerät können Krankheiten wie Krebs in ihrem frühesten Stadium erkannt werden. Die Bangkok Hospital Group hat in den Niederlanden fünf MRI bestellt. Neben Pattaya ist die neue Technologie für das Bangkok Hospital, Samitivej Sukhumvit Hospital und Heart Hospital in Bangkok sowie für das Bangkok Hat Yai Hospital bestimmt. Die Investitionssumme beläuft sich auf 550 Millionen Baht. Die Krankenhaus-Gruppe will künftig zehn Prozent ihrer jährlichen Einnahmen für medizinisches Gerät ausgeben.
Rehaklinik für Alkoholiker eröffnet.
In der Central Pattaya Road hat eine Drogen-Rehabilitationsklinik eröffnet. Ärzte, die in der Behandlung von Drogenkonsumenten (Heroin, Amphetamine, Alkohol) langjährige Erfahrung haben, beraten und behandeln Abhängige.
Die Klinik ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet
(Tel.: 420.553 oder 425.288).
Ein Mückenstich, der bösartige Folgen hat, Malariakarte
Das Seebad Pattaya gilt ebenso wie der Grossraum Bangkok, die Hochlagen der Gebirge sowie die Touristenzentren Chiang Mai, Koh Samui, Phuket und Hat Yai als malariafrei. Wer aber in Pattaya eine Reise in Thailands Grenzregionen bucht, sollte Vorsorge treffen. Neben Touristen auch Residenten. Besucher von Malaria-Gebieten - dazu zählt auch die bei Urlaubern immer beliebter werdende Insel Chang im Osten des Königreichs - sollten sich grundsätzlich mit Mückenschutzmitteln und - nach Sonnenuntergang - mit bedeckender Kleidung vor Stichen schützen.
Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) stuft Thailand als ein Urlaubsziel mit hohem Risiko ein und empfiehlt Touristen zur Vorbeugung das Präparat Mefloquin. Im letzten Jahrzehnt sah es so aus, als ob die Behörden die fieberhafte Infektionskrankheit in den Griff bekommen würden. Die Zahl der Erkrankungen ging stetig zurück; doch seit kurzem melden Kliniken und Gesundheitsämter wieder mehr Fälle.
Eine Folge der offenen Grenzen zu Burma, Laos und Kambodscha. Mit der Migration hunderttausender von arbeitsuchenden Frauen und Männer aus den Nachbarländern scheint sich die Anopheles-Mücke in Thailand wieder breit zu machen. Dieses Insekt überträgt die bösartige Krankheit. Touristen und Residenten, die über grippeähnliche Beschwerden (Fieber, Gliederschmerzen) klagen, sollten unverzüglich den Arzt aufsuchen und ihr Blut testen lassen. Es könnte auch das Dengue-Fieber sein.
Malaria Risiko in Thailand
Rot = hoch
Grün = mittel
Gelb = gering

Vorsorge
Wer seinen Urlaub plant, denkt an Flugticket, Pass und Koffer; an Unfall oder Krankheit während seiner Ferien nicht. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sollte aber zu den Regularien vor dem Abflug gehören. Denn selbst private Krankenversicherungen gewähren nicht in jedem Fall einen weltweiten Schutz.
Es empfiehlt sich, sich vor dem Urlaubsantritt mit dem Versicherungsvertreter in Verbindung zu setzen.
Wer sich in einem Krankenhaus behandeln lässt oder nach einem Unfall eingeliefert wird, muss in der Lage sein, seine Rechnungen zu begleichen. Denn die Krankenhausverwaltung wird an einem Samstag oder Sonntag nicht in der Lage sein, mit der Versicherung des Patienten die Kosten- übernahme zu regeln.
Deshalb sollten Urlauber wichtige Dokumente wie Pass (Kopie), Versichertungspolice (Kopie), Visitenkarte des Hotels in Pattaya sowie ausreichend Bargeld oder eine Kreditkarte mit sich führen.
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