Thailands Aussenministerium ist trotz der Einladung der Commission on Security and Cooperation in Europe (CSCE) in Washington und der Bestätigung des Reisetermins am 16. Dezember, durch Thaksins Rechtsberater, zuversichtlich und glaubt, dass Thaksin die Einreise in die USA von den dort zuständigen Behörden verweigert werden wird.
Angeblichen Berichten zufolge geht man im thailändischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten davon aus, dass Thaksin Shinnawat
kein Visum für die Vereinigten Staaten erhalten werde, da er im Sinne der thailändischen Rechtsprechung als Terrorist angesehen werden muss.
Dies scheinen inzwischen auch die Rechtsberater Thaksins einzuräumen, oder zumindest in Betracht zu ziehen und versuchen nun sicherheitshalber auch anderweitige Wege auszuarbeiten, inklusive Videokonferenzen, die gesetzt dem Falle einer Einreiseverweigerung durch die USA, dem flüchtigen Ex-Premierminister einen gleichwertigen Ersatz zum persönlichen Erscheinen vor der Kommission eröffnen sollen.
Es scheint, dass sich Thaksin Shinnawat unter keinen Umständen die Möglichkeit nehmen lassen will einen detailierten Bericht, zu der blutigen Niederschlagung der Rothemden-Demonstrationen in Bangkok vor sechs Monaten, vorzulegen.
Das thailändische Aussenministerium geht davon aus, dass Thaksin die Anhörung der Washingtoner Kommission nutzen will, um auf internationaler Ebene die derzeitige Regierung Thailands zu verunglimpfen, die 2006 durch einen Militärputsch dafür gesorgt hatte, dass er seinen Posten, als politischer Führer Thailands, aufgeben musste und dazu gezwungen wurde aus seinem Heimatland zu flüchten.
Premierminister Abhisit Vejjajiva sieht sich durch die thailändischen Medien derweil Anschuldigungen gegenüber, die ihm Lobbyarbeit mit den USA vorwerfen, um Thaksin ein Einreisevisum in die Vereinigten Staaten, mittels den dortigen Behörden, verweigern zu können. Abhisits Aussagen zufolge habe das Aussenministerium nur im Sinne und im Rahmen geltenden Rechts gehandelt, da gegen Thaksin Anklagen erhoben wurden, die ihn in Bezug auf die Organisation und die Bereitstellung von Geldern in Millionenhöhe, für die Demonstrationen der Rothemden in ganz Thailand, terroristischen Aktivitäten bezichtigen.
Auch Aussenminister Kasit Piromya glaubt zwischenzeitlich an ein Einreiseverbot für Thaksin. Seit seiner Flucht haben ihm etliche Länder die Einreise untersagt, in denen er versuchte sich der Verfolgung durch die thailändischen Behörden zu entziehen. Nur Montenegro, dessen offizieller Staatsbürger er inzwischen ist, erlaubte ihm den dauerhaften Aufenthalt und verweigert sich konsequent der Auslieferung des Flüchtigen Ex-Premiers.
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Erstellt am: 12.12.2010
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