Die anhaltende Gefechte zwischen dem burmesischen Militär und der Minderheit der Karen Rebellen zwingt über 20.000 Burmesen, hauptsächlich Karen, in die thailändische Provinz Tak zu fliehen. Thailändische Behörden haben mittlerweile in Kanjanaburee auf dem Gelände einer Schule ein zeitweiliges Flüchtlingscamp errichtet, um dort mehr als 2.000 Burmesen, die ebenfalls aus Burma geflohen sind zu versorgen.
Kommandant der 3.Armee, Lieutenant General Wannathip Wongwai, wies die thailändischen Soldaten an entlang der thailändisch-burmesischen Grenze zu patroullieren. Seitdem die Gefechte am Montag ausgebrochen sind, wurden bereits fünf unbeteiligte Menschen verletzt.
Die Regierung Thailands besteht inzwischen weiterhin darauf, sich nicht in die politische Auseinandersetzungen Burmas einzumischen und wies das Militär an, trotz Einschlägen einiger Granaten auf thailändischem Hoheitsgebiet, keinerlei Vergeltungsmassnahmen zu ergreifen. Bisher seien durch diese Granatenexplosionen noch keine Menschen verletzt worden.
Lieutenant General Wannathip zufolge habe sich die Lage inzwischen zwar verbessert, die Entscheidung zur Rückführung der 20.000 Flüchtlinge läge aber alleine bei der Regierung Burmas.
Berichten von burmesischen Nachrichtenagenturen zufolge begannen die Gewaltaten erst nachdem die Karen Minderheit feststellen musste, dass sich die Regierung des Landes, während den ersten landesweiten Wahlen, nicht an die Regeln hielt. Um auf die ungerechten Wahlen hinzuweisen und ihrem Unmut darüber Ausdruck zu verleihen besetzte man daraufhin umgehend eine Polizeistation.
Der thailändische Premierminister Abishit Vejjajiva verwies indes darauf, dass die Kämpfe durchaus bis zu drei Monaten andauern könnten, aber er sich sicher sei, dass dadurch keinerlei Konflikte zwischen Burma und Thailand entstehen werden. Man würde nur den 20.000 Flüchtlingen aus Burma Unterkunft und Verpflegung, sowie weitere humanitäre Unterstützung im Sinne der Menschenrechte, bereitstellen.
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Erstellt am: 10.11.2010
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