In den letzten Tagen häuften sich Gerüchte, der französische Einzelhandelskonzern Carrefour wolle sich bald aus dem südasiatischen Raum zurückziehen. Die Rede war von Filialen in Thailand, Malaysia und Singapur und einem Verkaufspreis bis zu einer Milliarde Dollar.
Analysten sahen dies ebenfalls als durchaus sinnvollen Zug des Konzerns an, da dieser andere Investitionsprioritäten habe. So hat sich Carrefour unter der Leitung von Olofson vorallem auf die europäischen Märkte konzentriert. In Frankreich, Spanien, Italien und Belgien leidet das Geschäft derzeit aber unter dem schwachen Konsumverhalten ihrer Kunden, somit will man sich zukünftig, zumindest in Asien, vermehrt um die stärker wachsenden Märkte kümmern.
Carrefour unterhält in Südasien neben 22 Niederlassungen in Malaysia und zwei in Singapur auch 40 Geschäfte in Thailand, um die sich die Gerüchte drehten. Bisher wollte die Hauptniederlassung in Paris noch keine Stellung dazu nehmen, aber zwischenzeitliche haben Malaysia und Singapur einen möglichen Verkauf dementiert.
Um sich verstärkt um die erfolgversprechenderen Ländern wie China, Indien und Indonesien zu kümmern, steht derzeit wohl Thailand als Verkaufskandidat fest. Tesco Lotus und Big C, Aeon aus Japan, Dairy Farm aus Hong Kong und Lotte aus Südkorea werden als mögliche Kaufinteressenten gennant, von denen man bis September 2010 Angebote erwartet.
Nach Angaben des Unternehmens machte das Asiengeschäft im Jahr 2009 nur 7,6% des Nettoumsatzes von 85,96 Milliarden Euro aus, im Gegensatz zu 13,7% in Latein Amerika und 35,7% in Europa, Frankreich ausgeschlossen.
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Erstellt am: 09.07.2010
Kategorien:
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