Thailändische Soldaten und Panzerfahrzeuge brachen gestern bereits erfolgreich durch die brennenden Barrikaden, die um das abgeriegelte Gebiet der Rothemden errichten wurden. Diese kürzliche Entwicklung wird von vielen Beobachtern als letzter Schlag gegen die Demonstranten in Bangkok angesehen, um sie aus dem Central Business District zu vertreiben.
19. Mai in Bangkok, Militärtruppen brachen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok durch die brennenden Barrikaden und eröffneten mit automatischen Gewehren das Feuer und schossen Tränengas auf die Demonstranten. Aus nicht bestätigten Quellen wird von bis zu fünf getöteten Demonstranten der Rothemden berichtet. Im nahegelegenen Polizeikrankenhaus wurden bisher acht Soldaten eingeliefert, die bei Gegenangriffen der oppositionellen UDD Anhänger verletzt wurden.
Gleichzeitig konnte man gepanzerte Fahrzeuge beobachten die sich in Richtung von ca. 5000 Rothemden bewegten und versuchten die Massenversammlung aufzulösen. Einige Scharfschützen postierten sich auf einer Hochbahntrasse, von der sie das Gelände gut überblicken konnten und feuerten Schüsse auf die Versammelten ab. Journalisten und Photographen wurde inzwischen der Zugang zu dem Gebiet untersagt, nachdem Bilder dieser Operation veröffentlicht wurden.
Ursprünglich warnten Soldaten die Demonstranten, die das Kampfgebiet verlassen wollten, vor einer militärischen Operation, die nun kurz bevor stehe. Aus dem Gebiet hörte man anschließend automatisches Gewehrfeuer und Tränengasgranaten. Von den Rothemden wurden die verbleibenden Wälle aus Autoreifen und Bambus in Brand gesetzt und feuerte weiter selbstgebaute Raketen und Feuerwerkskörper auf die ankommenen Truppen ab. Ebenfalls wurden nahe des Hauptlagers der Rothemden eine Bank und ein Regierungsgebäude angezündet.
Die Führer der United Front For Democracy Against Dictatorship (UDD) drängen ihre Anhänger dazu Gewalttaten nicht zu initiieren, "Wir müssen nicht mit Gewaltätigkeiten beginnen, wir bleiben zusammen hier und kämpfen." Ein Sprecher der thailändischen Regierung sagte: "Ungeachtet des Vorgehens gegen die Rothemden, was den ganzen Tag dauern kann, ist es nicht die Vertreibung das Ziel der Operation, sondern die Isolation und Einkesselung der Aufrührer." Der stellvertretende Premierminister und Mitglied des Center for the Resolution of the Emergency Situation (CRES) bestätigte, dass die Vertreibung der Demonstranten aus Bangkok nur die allerletzte Möglichkeit darstellt.
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Erstellt am: 19.05.2010
Kategorien:
Politik | Thailand | Allgemeines |
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