Thailand: Gestern am 28. Dezember begann das thailändische Militär mit der Abschiebung von 4000 Hmong Flüchtlingen, die in einem Lager in Notthailand leben, in ihr Heimatland Laos.
Trotz internationaler Proteste befahl Colonel Thana Charuvat um 5:30 Uhr in den Morgenstunden die Räumung des Lagers in Huay Nam Khao. Fast 5000 Soldaten, Beamte und freiwillige Helfer betraten das Lager um alle 4000 Hmong Flüchtlinge zu erfassen. Tags zuvor wurde das Flüchtlichgscamp auf spitze und scharfe Gegenstände durchsucht, sowie alle Mobilfunkgeräte beschlagnahmt.
Mit 50 Militärtransportern und unter schwerer Bewachung wurden die Flüchtlinge auf den 12 km entfernten Militärstützpunkt in Lom Sak (Phetchabun) gebracht um dort in 100 bereitstehende Busse verfrachtet zu werden, die sich dann auf den Weg machen in Richtung Nong Khai zur Einwanderungsbehörde um sie offiziell abzuschieben.
Die Hmong lebten jahrhundertelang im Norden von Laos und wurden vom US-Militär zu Guerillakämpfern ausgebildet, um im geheimen Krieg gegen die Kommunisten in Laos zu kämpfen. Als es im Jahre 1975 dann doch zu einer kommunistischen Machtübernahme kam, flohen viele Hmong nach Thailand und erbaten Asyl das von Thailand allerdings niemals erteilt wurde. Die meisten Hmong leben seit dieser Zeit in thailändischen Flüchtlingslager.
Obwohl Thailand die Hmong als Wirtschaftsflüchtlinge, die somit kein Recht auf Asyl hätten, bezeichnet, erlaubt es aber Vertretern des UN Flüchtlingsamts keinen Zugang zu den Hmong um festzustellen um welche Art von Flüchtlingen es sich hierbei handelt. Die internationalen Gemeinschaft fasste dies mit gemischten Gefühlen auf und kritisierte Thailand.
Die Abschiebung wurde bis zum Abend abgeschlossen. In den letzten zwei Jahren zwang man mehr als 3000 Hmong nach Laos zurückzukehren, ungeachtet irgendwelcher Vergeltungsmassnahmen. Die laotische Regierung ließ aber bereits am Sonntag verlauten, dass alle zurückkehrenden Flüchtlinge gut behandelt werden.
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Erstellt am: 29.12.2009
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